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Ratgeber Magersucht

Informationen für Betroffene und Angehörige

Wissenswertes

Häufig haben Magersüchtige bei einem stationären Aufenthalt erstmals Kontakt mit anderen Betroffenen. Das Erlebnis, dass andere Menschen ähnliche Erfahrungen mit der Erkrankung machen, dass sie nicht allein sind mit ihrem Problem, nicht zuletzt auch der gemeinsame Weg durch die Therapie können einen wichtigen Betrag zum Therapieerfolg leisten. Die Gruppe kann Kraft und Mut geben.

Dies ist selbstverständlich nicht nur im stationären Bereich möglich. Auch vor Ort oder über das Internet kann man Kontakt zu Selbsthilfegruppen aufnehmen und vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch profitieren. In den mehr oder weniger festen Gruppen versuchen Betroffene, gemeinsam ihre physischen, psychischen und sozialen Probleme zu bewältigen. Im Einzelnen kann dies bedeuten, dass Betroffene hier z. B. bei Gleichbetroffenen Verständnis finden, dass sie aus ihrer Isolation heraustreten und die Heimlichkeit überwinden können. Das Selbstwertgefühl der Magersüchtigen kann gestärkt, Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmung geübt werden etc. Zudem ist es unter Gleichbetroffenen schwieriger, Ausreden und Unwahrheiten anzubringen und die Betroffenen kommen in eine neue Situation, in der sie andere Kommunikationsformen entwickeln müssen.

Zusätzlich zu den Selbsthilfegruppen für Betroffene gibt es auch Selbsthilfegruppen für Angehörige, die ein entsprechendes Umfeld für Familie bzw. Partner und Freunde Magersüchtiger bieten; denn die Angehörigen benötigen oft selbst Unterstützung, um Ängste, (Selbst-)Zweifel und Fragen klären zu können. Auch sie müssen lernen, mit der Erkrankung ihres Angehörigen umzugehen und profitieren von einem Erfahrungsaustausch mit anderen Angehörigen ähnlich Erkrankter.

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  • Junge Frauen haben am häufigsten Essstörungen 09.02.2012
    Fünfmal mehr Frauen als Männer leiden in Deutschland unter Störungen im Essverhalten. Dies hat eine repräsentative Studie der Universität Leipzig gezeigt. Dazu zählen zum Beispiel die Ess-Brech-Störung (Bulimia Nervosa) oder Magersucht (Anorexia Nervosa).